Das Ol Pejeta Naturschutzgebiet ist ein führendes Wildtierreservat im Bezirk Laikipia in Kenia, direkt am Äquator zwischen den Ausläufern des Aberdare-Gebirges und dem Mount Kenya. Mit einer Fläche von über 90.000 Acres (ca. 36.400 Hektar) gilt es als Vorbild für nachhaltigen Naturschutz und die Einbindung der lokalen Bevölkerung und ist weltweit für seine innovativen Ansätze im Wildtierschutz anerkannt.
1. Heimat der letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörner
Ol Pejeta ist bekannt als Heimat der letzten beiden verbliebenen Nördlichen Breitmaulnashörner der Welt, beides Weibchen. Nach dem Tod des letzten Männchens, Sudan, im Jahr 2018 hat das Schutzgebiet eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung modernster Methoden der künstlichen Befruchtung eingenommen, um die Unterart vor dem Aussterben zu bewahren.
2. Größtes Schutzgebiet für Spitzmaulnashörner in Ostafrika
Ol Pejeta beherbergt zudem die größte Population von Spitzmaulnashörnern in Ostafrika und bietet ihnen einen sicheren Lebensraum sowie rund um die Uhr bewaffneten Schutz. Das Schutzgebiet spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz und der Zucht dieser vom Aussterben bedrohten Art.
3. Die „Big Five“ und mehr
Ol Pejeta ist die Heimat der „Big Five“ – Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn – sowie von Geparden, Giraffen, Flusspferden, Hyänen, Zebras, Antilopen und über 300 Vogelarten. Die Mischung aus Savannengrasland, Buschland und Feuchtgebieten beherbergt eine beeindruckende Artenvielfalt.
4. Sweetwaters Schimpansenrefugium
Dieses in Partnerschaft mit dem Jane Goodall Institut gegründete Refugium ist das einzige Schimpansenrefugium in Kenia und bietet geretteten und verwaisten Schimpansen aus ganz Afrika ein Zuhause. Besucher haben hier die seltene Gelegenheit, Schimpansen in einer natürlichen, rehabilitativen Umgebung zu beobachten.
Aktivitäten für Besucher
Pirschfahrten (Tag- und Nachtsafaris)
Geführte Buschwanderungen und Vogelbeobachtungen
Besuche im Schutzgebiet für Nördliche Breitmaulnashörner und Schimpansen
Löwenbeobachtung und exklusive Naturschutzführungen
Rad- und Reitsafaris inmitten der Tierwelt
Kulturelle Besuche in benachbarten Gemeinden
Freiwilligenarbeit und Naturschutzpraktika
Die Tierbeobachtung ist das ganze Jahr über hervorragend, doch die Trockenzeiten (Juni bis Oktober und Januar bis März) eignen sich besonders gut, um Tiere leichter zu entdecken. Dank des kühlen Hochlandklimas ist die Region zu jeder Jahreszeit ein angenehmes Reiseziel.